
Das Wichtigste zusammengefasst
Marder sind überwiegend nachtaktive Raubtiere aus der Familie der Marderartigen (Mustelidae). In Mitteleuropa sind vor allem Stein- und Baummarder verbreitet. Sie ernähren sich von Kleintieren, Insekten, Früchten und Abfällen. Marder können in Dachböden und Garagen Unterschlupf suchen und dort Lärm, Kot sowie Schäden an Dämmungen oder Kabeln verursachen. Um Marder fernzuhalten, sollten potenzielle Schlupflöcher abgedichtet und störende Gerüche vermieden werden. Bei hartnäckigen Problemen empfiehlt sich der Rat fachkundiger Wildtier- oder Schädlingsbekämpfer.
Marder gehören zu den hundeartigen Raubtiere
Am weitesten verbreitet sind Baummarder und Steinmarder. Sie haben graubraunes Fell und häufig als besonderes Kennzeichen einen weißen Kehlfleck. Ihr Schwanz ist buschig und erreicht etwa die halbe Körperlänge. Marder werden zwischen 37 cm und 52 cm lang und haben ein Gewicht von knapp 1.000 g bis zu rund 2.000 g, wobei Weibchen in der Regel etwas kleiner und leichter sind als Männchen. Ein Weibchen bekommt im März oder April meistens 3 Junge. Der Marder ernährt sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung, so von Mäusen und Wildvögeln, aber auch einmal von Hühnern.
Nur in der Aufzuchtzeit und während der Paarungszeit sind Marder tagsüber unterwegs, sonst sind sie vorwiegend nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich in Holzstößen, Hecken und Schuppen auf und in der Stadt – und sie meiden auch nicht die Großstadt – kommen sie dem Menschen sehr nah. Dort gehen sie auch in Gartenhäuser, Lauben und auf Dachböden. Hier kann ein Marder mit einem strengen Geruch und lauten Geräuschen sehr lästig werden.
Darüber hinaus kann der Marder, gerade wegen der räumlichen Nähe, für den Menschen gefährlich werden. Marder können Parasiten, beispielsweise Bandwürmer, auf den Menschen und auf Haustiere übertragen. Außerdem droht die Übertragung von Tollwut, Hirnhautentzündung und anderen Krankheiten.